Buddeln und Bilden 2021

Das vierte interregionale Workcamp "Buddeln und Bilden" findet am 8. Mai 2021 statt. 

Bereits einen Tag zuvor, am 7. Mai 2021, wird das Workcamp in einer leicht angepassten Form gezielt für Schulklassen angeboten. 

Für die Begleitung der Teilnehmer*innen an beiden Workcamp-Tagen, bilden wir im Rahmen einer vorbereitenden Scout-Ausbildung, die für den 23. und 24. April 2021 geplant ist, auch dieses Jahr wieder junge Interessierte ab 16 Jahren aus. Weitere Infos zur Scout-Ausbildung findet ihr hier.

Besonders ist in diesem Jahr, dass das Workcamp genau auf den sogenannten „Tag der Befreiung“ fällt. Diesen Anlass wollen wir nutzen und im Rahmen einer Gedenkfeier für und von jungen Menschen gemeinsam an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Die aej saar hat sich bereiterklärt die Gedenkfeier federführend zu koordinieren und lädt junge Menschen aus der Region zur Mitgestaltung ein. Ein erstes Vorbereitungstreffen findet am 8. März 2021 um 17 Uhr statt. Wer mitmachen möchte kann sich per Mail an info(at)aej-saar.de anmelden. 

Wenn ihr generell Interesse daran habt, euch nicht nur als Teilnehmer*innen zu beteiligen, sondern euch als Kooperationspartner*innen aktiv in die Gestaltung und Umsetzung des Workcamps einzubringen, dann möchten wir euch auch dazu herzlich einladen. 

Schickt uns dazu möglichst zeitnah eine kurze Mail an denneler@landesjugendring-saar.de

Über eure Beteiligung, ob als Teilnehmer*innen, Scouts oder Kooperationspartner*innen freuen wir uns sehr! 

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Le 4ème chantier „entretenir et se souvenir“ aura lieu le samedi 8 mai 2021 au mémorial de Sarrebruck sur l’ancien camp de la Gestapo. La veille, le 7 mai 2021, nous proposerons dans une forme légèrement adaptée un chantier pour les classes.

Pour l’accompagnement de ces deux jours de chantier, nous proposons une nouvelle fois une formation de guides à des jeunes à partir de 16 ans les 23 et 24 avril 2021. Plus d'information ici.

Cette année sera particulière car le chantier aura lieu le même jour que la célébration de la fin de la 2ème guerre mondiale. Nous voulons saisir cette occasion et nous rappeler les victimes du nazisme dans le cadre d’une cérémonie pour et préparée par les jeunes.

Nous nous réjouissons de votre participation à ce nouveau camp chantier tant comme participants et guides ou en diffusant cette invitation autour de vous. L’aej saar (= communauté de travail de la jeunesse protestante) s’est déclaré prêt à prendre en charge la responsabilité et l’organisation de cette heure de cérémonie et invite des jeunes de la région à sa préparation. Une première réunion aura lieu le 8 mars 2021 à 17h. Inscription: info@aej-saar.de.

Même si planifier des projets en ce moment reste difficile, nous prenons dès à présent les inscriptions: denneler(at)landesjugendring-saar.de

 

Bericht zum letzten Workcamp - Buddeln und Bilden am 10. Oktober 2020
70 junge Menschen pflegten Gedenkstätte „Gestapo-Lager Neue Bremm“

Breites Bildungsangebot zur nationalsozialistischen Vergangenheit für Teilnehmende aus Luxemburg, Lothringen und dem Saarland 

Saarbrücken. Seit Jahrzehnten pflegen Jugendliche aus den Mitgliedsorganisationen des Landesjugendrings Saar die Gedenkstätte des ehemaligen Gestapo-Lagers "Neue Bremm" in Saarbrücken. Unter dem Motto „Buddeln und Bilden“ halfen am heutigen Samstag (10. Oktober) 70 junge Teilnehmer*innen mit, den Erinnerungsort in einem würdigen und anschaulichen Zustand zu erhalten. Besondere Wertschätzung erhielten die jungen Engagierten durch den Besuch des Landtagspräsidenten Stephan Toscani, des französischen Generalkonsuls Sébastien Girard, der Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Barbara Meyer-Gluche sowie die Vertreterin des Sozialministeriums Frau Ina Weißmann, die sich die Zeit nahmen, den besonderen außerschulischen Bildungsansatz der Veranstalter kennenzulernen und die ihre Anerkennung dafür aussprachen.

Ziel der Aktion war nicht nur die Pflege der Gedenkstätte, sondern auch die Förderung einer lebendigen Erinnerungskultur durch und mit jungen Menschen. In diesem Jahr geschah dies erstmals im Verbund des neuen Erinnerungsprojekts „Damit kein Gras drüber wächst“. So gab es für die jungen Teilnehmer*innen ein breites Angebot, sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Mit Hörspielen, Filmen und Gesprächen mit Peer-Scouts und Experten wurde ein Eindruck davon vermittelt, was es hieß, in unserer Region von den Nationalsozialisten verfolgt zu werden. Schon in den vergangenen Jahren übernahmen Studierende des Fachs Geschichte der Universität Trier als Scouts die Rundgänge mit den jungen Besucher*innen über die Gedenkstätte, um ihnen Einblicke in den Alltag der Gefangen im Lager zu vermitteln. Dieses Jahr kamen weitere Interessierte dazu, die sich im Rahmen einer zweitägigen Scout-Schulung ausbilden ließen und auch bei künftigen Workcamps zum Einsatz kommen sollen. Unterstützt wurden sie zudem von Horst Bernard, der die Geschichte des Gestapo-Lagers besonders intensiv erforscht hat und dazu viele Gespräche mit ehemaligen Häftlingen durchführte. Für bleibende Zeichen sorgten beim diesjährigen Workcamp der Glaskünstler Markus Hohlstein, der gemeinsam mit den Teilnehmer*innen erste Bausteine einer Demokratie-Skulptur erarbeitete sowie die aej Saar, die einen mit einem Wegweiser die Deportationsstationen der Häftlinge auf der Neuen Bremm sichtbar machten.

Kooperationspartner*innen waren neben der Uni Trier, EuRegio SaarLorLux Plus, die Fräi-ëffentlech Waldorfschoul Lëtzebuerg, das Escher Jugendhaus, die Waldritter, die Jugend des Deutschen Alpenvereins, die THW-Jugend, die Saarländische Jugendfeuerwehr, die aej saar und die DGB-Jugend. Unterstützt wurde das Workcamp außerdem von der Landeszentrale für politische Bildung, der Initiative Neue Bremm, dem Hotel Mercure Saarbrücken-Süd, der Landeshauptstadt Saarbrücken, dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie sowie durch die Beauftragte des Bundes für Kultur- und Medien. 

Das Workcamp wird durchgeführt vom Landesjugendring Saar in Kooperation mit der Universität Trier, der Landeszentrale für Politische Bildung, der Initiative Neue Bremm, der aej saar, der THW-Jugend, der Saarländischen Jugendfeuerwehr und der DGB-Jugend Saar. Interregionaler Partner ist EuRegio SaarLorLux+

 

Le camp chantier est porté par le Landesjugendring Saar en coopération avec l’Université de Trèves, l’office sarrois pour l’éducation citoyenne (Landeszentrale für Politische Bildung), l‘Initiative Neue Bremm, l‘aej saar, le THW-Jugend, les jeunes sapeurs-pompiers de la Sarre et la section jeunes du DGB. Le partenaire interrégional est EuRegio SaarLorLux+