Mit anpacken auf der Gedenkstätte!

Landesjugendring benötigt Unterstützung für Samstag!

Der Landesjugendring Saar sucht HelferInnen, die beim vorerst letzten Bauabschnitt auf der Gedenkstätte „Gestapo-Lager Neue Bremm“ in Saarbrücken, Schotter verteilen. Damit werden weitere Standorte ehemaliger Häftlingsbaracken sichtbar gemacht. Die Aktion findet statt am Samstag, 13. Oktober von 9.30 Uhr bis 14.00 Uhr am Alstinger Weg, Saarbrücken (neben Hotel Mercure Saarbrücken Süd).

Georg Vogel, Geschäftsführer des Landesjugendrings Saar freut sich besonders über die Unterstützung der THW-Jugend Saarbrücken. „Sie haben schon vorab ihre Unterstützung zugesagt und wird mit ihrer Mannschaft antreten! Dafür ein herzliches Dankeschön!“ Damit habe sie die Aktion erst möglich gemacht, so Vogel. 

Teilnehmende können sich per Mail bei info@landesjugendring-saar.de, anmelden. Auch Erwachsene dürfen gerne mithelfen!

Der Landesjugendring Saar engagiert sich schon seit Jahrzehnten gemeinsam mit der Initiative Neue Bremm und der Landeszentrale für Politische Bildung für die Erinnerungsarbeit auf der Gedenkstätte. So veranstaltet er jedes Jahr am ersten Samstag im Mai, sein Workcamp "Buddeln und Bilden". Das nächste findet am Samstag, 4. Mai 2019 statt.

Info Gestapo-Lager Neue Bremm:

Die im Saarbrücker Schloss residierende Gestapo-Leitstelle Saarbrücken nutzte wegen der Überfüllung der Gefängnisse von Anfang 1943 bis Ende 1944 ein Barackenlager auf der Neuen Bremm als erweitertes Polizeigefängnis. Das mit Stacheldraht und Wachtürmen gesicherte Lagergelände, ca. 150 x 80 Meter groß, mit seinen im Karree angeordneten Gefangenenblocks, Funktionsgebäuden und Wachstuben und je einem in der Mitte des Männer- wie des Frauenlagers befindlichen Löschwasserbassin, lag an der stark frequentierten Straße ins französische Forbach. In der Neuen Bremm wurden sogenannte Arbeitserziehungshäftlinge, politische Gefangene, Transporthäftlinge vor der „Verschubung“ in ein Konzentrationslager, „Nacht-und-Nebel-Häftlinge“, Kriegsgefangene, Sippenhäftlinge, aus „rassischen“ Gründen Verfolgte und auch „Volksgenossen“ mit kurzfristigen Disziplinierungs- und Erziehungsstrafen interniert, insgesamt 20.000 Menschen an der Zahl.

Nach neuesten Forschungsergebnissen lag die durchschnittliche Belegung des Lagers bei 600-800 Gefangenen. Die Namen von 82 ermordeten Häftlingen sind bezeugt, die tatsächliche Zahl der Todesopfer dürfte aber beträchtlich höher gewesen sein.