31.03.2014 08:16 Alter: 4 yrs
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DingDeinNeunkirchen


Foto: Saarbrücker Zeitung/Kubek


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Auch in Neunkirchen reden Jugendliche und PolitikerInnen miteinander statt übereinander

Zufriedene Gesichter, konstruktive Gespräche und umsetzbare Angebote - das ist die Bilanz der ersten großen Jugenddiskussionsrunde in Neunkirchen.
Am Freitag, den 28. März 2014, lud der Juso-Stadtverband in Kooperation mit dem Jugendbeirat Neunkirchen zu einem Runden Tisch ein, um die Sorgen und Wünsche junger Menschen in der Stadt an die Politik heranzutragen. Ziel der Debatte war es, mit Jugendlichen und Politikern auf Augenhöhe über die Situation der Jugendangebote und der Lebensqualität in Neunkirchen zu sprechen. Die Resonanz war nach Ansicht der Jusos sehr zufriedenstellend.
Neben der Stadtverwaltung in Person von Bürgermeister Jörg Aumann und des 1. Beigeordneten Sören Meng waren Vertreter der Stadtratsfraktionen und Parteien SPD, Grüne, FDP, Piraten und der Jungen Union der Einladung gefolgt. Ebenfalls anwesend waren Vertreter der konfessionellen Jugendorganisationen, der Jugendzentren, der Jugend- und Sozialarbeiter sowie die Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider und der Geschäftsführer der Kulturgesellschaft Uwe Wagner.
Unter der Moderation von Georg Vogel vom Landesjugendring entwickelte sich zusehend eine spannende und inhaltlich durchdachte Debatte. Kritisiert wurde von den Jugendlichen insbesondere das Fehlen von jugendtypischen Bars und Ausgehmöglichkeiten. Auch eine Schwerpunktsetzung auf das ältere Publikum von Seiten der Kulturanbieter wurde bemängelt. Gleichzeitig machten die Jugendlichen deutlich, wie sie sich ein typisches Jugendangebot vorstellen und welche Kriterien für sie wichtig seien. Die Stadtverwaltung zeigte Verständnis für die Wünsche der Jugendlichen und unterbreitete konkrete Vorschläge, wie diese Ziele Stück für Stück in Zusammenarbeit mit den Jugendverbänden umgesetzt werden könnten. Gleichzeitig wiesen Herr Aumann und Herr Meng aber auf Grenzen der Möglichkeiten einer Stadt hin. Der Wunsch der Jugendlichen nach Subventionen und Erleichterungen als Anreiz zur Neuansiedlung von Kneipenbetreibern wurde als Prüfpunkt vertagt. Als konkrete Angebote und Vereinbarungen wurden allerdings die Einrichtung einer Veranstaltungsseite auf Facebook sowie ein "Kneipentest" mit jugendlichen Prüfern festgehalten.
Im Bereich der Freizeit- und Kulturangebote kamen die Diskussionsteilnehmer überein, künftig enger zusammenarbeiten zu wollen und Angebote besser auf Interessen Jugendlicher überprüfen zu lassen. Die Schaffung von regelmäßigen Veranstaltungen wie der Besuch einer Kletterwand wurde durchweg positiv aufgenommen.
Aus Sicht des Juso-Stadtverbandes hat die Veranstaltung ihre Wirkung auf Jugendliche und Politik nicht verfehlt. "Wir begrüßen insbesondere den konstruktiven Umgang und die Zielsetzungen der Diskussion. Beide Seiten haben nun versprochen, gemeinsam an der Lösung der Situation zu arbeiten. Es wird Aufgabe der Politik sein, die Anregungen der Jugendlichen ernsthaft umzusetzen, so wie es Aufgabe der Jugendlichen sein wird, die Mitwirkungsangebote der Politik zu nutzen und ihre Wünsche nachdrücklich zu untermauern. Wir als Jusos werden uns nach Kräften in diese Arbeit einbringen und den Jugendbeirat gerne unterstützen", so der Vorstand.

Von: Landesjugendring Saar
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