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Konferenz der Landesjugendringe tagte in Saarbrücken

Jugendarbeit muss in der Ausbildung von Sozialpädagog_innen und Sozialarbeiter_innen an Hochschulen künftig eine stärkere Rolle spielen. Das ist ein Ergebnis der Konferenz der Landesjugendringe (LJRe), die am 19. und 20. März in Saarbrücken tagte. Über 40 haupt- und ehrenamtliche Vertreter_innen von den Landesjugendringen aus ganz Deutschland beschäftigten sich auf ihrer Frühjahrstagung mit der Weiterentwicklung der Jugendverbands- und Jugendringarbeit.

„Es bedarf einer spezifischen Qualifikation künftiger Pädagog_innen für die Ziele und Arbeitsweise der Jugendarbeit“, sagt Björn Bertram vom LJR Niedersachsen. Er lehrt an der HAWK Holzminden. Wo das die Hochschulen nicht leisten könnten, müssten die Jugendringe und Verbände aktiv werden und ein Angebot schaffen. „Im Dialog bleiben ist wichtig“, so Bertram weiter, da brauche es keinen eigenen Studiengang Jugendarbeit. Eine stärkere Vernetzung streben die Jugendringe auch mit schulischer Jugendarbeit an. Ein Selbstläufer soll das aber nicht sein. „Qualität muss vor Quantität stehen“, stellt Gabi Weitzmann vom Bayerischen Jugendring klar. Es sei grundsätzlich nicht möglich in allen Bereichen gleichermaßen aktiv zu sein. Das gelte auch für Jugendverbände. So soll die Frage der Kriterien, die Jugendgruppierungen und -verbände zur Mitgliedschaft in den Landesjugendringen und als Vertretung junger Menschen legitimieren, in einer der zukünftigen Sitzungen diskutiert werden. Kernfrage dabei: Ist die flächendeckende, zahlenmäßige Größe ausschlaggebend oder gilt auch eine inhaltliche landesweite Bedeutung?

In Vertretung von Ministerin Monika Bachmann überbrachte Landesjugendamtsleiterin Alexandra Heinen die Grüße des Ministeriums. Sie ermunterte zum Engagement für demokratische Partizipationsmöglichkeiten für junge Menschen vor Ort.

Tobias Wolfanger, Vorsitzender des gastgebenden Landesjugendrings Saar, freute sich, dass so viele Delegierte der Einladung ins Saarland gefolgt sind. „Im Rahmen dieser Veranstaltung kann intensiv Austausch und Vernetzung stattfinden und an aktuellen Themen gearbeitet werden.“, so Wolfanger.

Weitere Themen der Konferenz waren u.a. die U18-Bundestagswahl und die Weiterentwicklung der Jugendleitercard (JuLeiCa). Darüber hinaus nahmen die Delegierten den Bericht der Konferenz der Landesjugendring-Vertreter_innen in den Rundfunk- und Medienräten entgegen.

Hintergrund
Die Konferenz der Landesjugendringe ist eine Arbeitsgemeinschaft der Landesjugendringe aus ganz Deutschland. Ziele der Konferenzen sind es, sich über bundesweit relevante Themen auszutauschen und gemeinsame Positionen zu aktuellen Entwicklungen zu finden. Dazu kommen die Landesjugendringe zweimal im Jahr bei der Konferenz zusammen.